Eigenen OpenAI API-Schlüssel einrichten, Schritt für Schritt
Bildplattform verkauft Ihnen kein Abo für die KI-Bildbearbeitung. Stattdessen bringen Sie Ihren eigenen Schlüssel von OpenAI mit und zahlen dem Anbieter den echten Preis pro Bild. Diesen Schlüssel anzulegen dauert etwa zehn Minuten und erfordert kein technisches Wissen. Diese Anleitung führt Sie durch jeden Schritt, auch durch den, den die meisten auslassen: das Ausgabenlimit.
Screenshot: OpenAI API-Keys-Seite mit dem Button Create new secret key, daneben die KI-Einstellungen in Bildplattform mit hinterlegtem Schlüssel.
Was ein API-Schlüssel eigentlich ist
Ein API-Schlüssel ist eine lange Zeichenfolge, ähnlich wie ein Passwort, mit der Sie sich bei einem KI-Anbieter ausweisen. Jedes Mal, wenn Bildplattform eines Ihrer Fotos bearbeitet, schickt die App das Bild zusammen mit Ihrem Schlüssel an OpenAI, und OpenAI rechnet die wenigen Cent dafür über Ihr Konto ab, nicht über unseres. Sie kaufen also kein Abo bei uns und keine Credits bei uns. Sie haben Ihren eigenen Vertrag mit dem Anbieter, sehen jeden ausgegebenen Cent und können den Schlüssel jederzeit löschen oder austauschen. Genau das steckt hinter dem Prinzip des eigenen Schlüssels, und deshalb ist die Lizenz ein einmaliger Kauf ohne monatliche Gebühr.
Schritt 1: OpenAI-Konto anlegen
Öffnen Sie https://platform.openai.com/signup in Ihrem Browser. Das ist die Entwicklerplattform von OpenAI, nicht die ChatGPT-App. Ein bestehendes ChatGPT-Abo hilft hier also nicht und wird auch nicht benötigt. Eine E-Mail-Adresse oder ein Google- beziehungsweise Microsoft-Login genügt. Bestätigen Sie die E-Mail, tragen Sie Ihren Namen und auf Nachfrage den Namen Ihres Unternehmens ein. Wenn Sie bereits einen ChatGPT-Zugang haben, können Sie dieselben Zugangsdaten verwenden, das API-Guthaben wird aber getrennt geführt.
Schritt 2: Schlüssel erstellen
Nach der Anmeldung gehen Sie auf https://platform.openai.com/api-keys und klicken auf die Schaltfläche Create new secret key. Geben Sie dem Schlüssel einen Namen, den Sie später wiedererkennen, zum Beispiel Bildplattform, und lassen Sie die Berechtigungen auf der Standardeinstellung. Nach dem Bestätigen wird der Schlüssel genau einmal angezeigt. Kopieren Sie ihn sofort und fügen Sie ihn direkt in Bildplattform ein, oder zuerst in einen Passwort-Manager, wenn Sie ihn dort aufbewahren möchten. Schließen Sie das Fenster, ohne zu kopieren, gibt es keine Möglichkeit, den Schlüssel noch einmal zu sehen. Sie legen dann einfach einen neuen an und löschen den alten. Ein OpenAI-Schlüssel beginnt immer mit sk-, daran erkennt ihn auch die App.
Schritt 3: Schlüssel in Bildplattform hinterlegen
Wenn Sie Bildplattform zum ersten Mal einrichten, gibt es in der Einrichtung den Schritt KI-Anbindung. Fügen Sie den Schlüssel dort ein und klicken Sie auf Speichern und Verbindung testen. Haben Sie diesen Schritt damals übersprungen, öffnen Sie die Einstellungen, dort den Reiter KI, und fügen den Schlüssel ein. Die App führt einen kurzen Testaufruf aus, sodass Sie sofort wissen, ob der Schlüssel funktioniert. Der Schlüssel wird verschlüsselt auf Ihrer eigenen Installation gespeichert. Er wird nie an uns weitergegeben, nie wieder vollständig angezeigt und ausschließlich dafür verwendet, Ihre Bilder an OpenAI zu senden.
Schritt 4: Guthaben aufladen
Ein frisches OpenAI-Konto hat kein Guthaben, und ohne Guthaben bearbeitet der Schlüssel kein einziges Bild. Gehen Sie auf https://platform.openai.com/settings/organization/billing, hinterlegen Sie eine Zahlungsmethode und kaufen Sie ein erstes Guthaben. Zehn Euro reichen für den Anfang völlig aus: In der Standardstufe sind das grob zweihundert Fotos. Das Guthaben ist vorausbezahlt, Sie geben also nie mehr aus, als Sie aufgeladen haben. Eine hinterlegte Karte bedeutet nicht, dass OpenAI frei abbuchen darf.
Schritt 5: Ausgabenlimit setzen, das ist wichtig
Diesen Schritt lassen die meisten Anleitungen aus, und genau ihn halten wir für Pflicht. Öffnen Sie https://platform.openai.com/settings/organization/limits und legen Sie ein monatliches Budget fest, das zu Ihrer tatsächlichen Nutzung passt, zum Beispiel 20 oder 50 Euro. Zusätzlich können Sie eine niedrigere Schwelle eintragen, bei der OpenAI Ihnen eine E-Mail schickt. Mit dem Limit kann ein versehentlicher Massen-Upload, ein weitergegebener Schlüssel oder ein Kollege im Eifer nie zur Überraschung auf der Rechnung werden. OpenAI nimmt schlicht keine Anfragen mehr an, sobald das Budget erreicht ist, und Sie erhöhen es bewusst, wenn Sie mehr brauchen.
Schritt 6, optional: automatisches Aufladen
Wenn Sie jede Woche Fotos bearbeiten und nicht an das Guthaben denken möchten, können Sie auf derselben Abrechnungsseite das automatische Aufladen aktivieren. Es lädt einen festen Betrag nach, sobald das Guthaben unter eine von Ihnen gewählte Schwelle fällt. Zusammen mit dem Ausgabenlimit aus Schritt 5 ist das bequem und trotzdem sicher. Bearbeiten Sie nur gelegentlich Bilder, lassen Sie die Funktion aus und laden von Hand nach, wenn die App ein leeres Guthaben meldet.
Was es tatsächlich kostet
Bildplattform bietet drei Qualitätsstufen an, und den Preis pro Bild legt OpenAI fest, nicht wir. Die folgenden Zahlen sind die echten Modellpreise, die auch hinter der Preisseite und dem Vergleichsrechner stehen:
- Budget: etwa 1,6 Cent pro Bild, also rund 1,60 EUR für 100 Fotos. Ausreichend für schnelle Entwürfe.
- Standard: etwa 5,1 Cent pro Bild, also rund 5,10 EUR für 100 Fotos. Die empfohlene Voreinstellung für Exposés.
- Maximum: etwa 17,4 Cent pro Bild, also rund 17,40 EUR für 100 Fotos. Für Titelbilder und Druck.
Zusätzlich zur Bearbeitung kostet die Bildanalyse, die entscheidet, was ein Foto überhaupt braucht, einen Bruchteil eines Cents pro Bild und ist auf der Abrechnung kaum sichtbar. Für einen Makler mit zehn Objekten im Monat landet das Ganze meist im einstelligen Eurobereich. Abo-Werkzeuge verlangen für dieselbe Arbeit ein Vielfaches davon, genau das rechnet unser Kostenartikel vor.
Häufige Fehler und was sie bedeuten
- Schlüssel gespeichert, aber jede Bearbeitung schlägt fehl: Das Konto hat höchstwahrscheinlich noch kein Guthaben. Prüfen Sie die Abrechnungsseite und laden Sie auf. Ein Schlüssel ohne Guthaben ist das mit Abstand häufigste Problem.
- Bearbeitungen liefen und hören plötzlich auf: Das monatliche Ausgabenlimit aus Schritt 5 ist erreicht. Erhöhen Sie es auf der Limits-Seite, wenn die Nutzung gewollt war.
- Fehler 429 oder eine Meldung zum Rate-Limit: OpenAI bremst die Anfragen, entweder wegen leerem Guthaben, einem neuen Konto mit niedrigen Grenzen oder weil viele Bilder auf einmal gesendet wurden. Warten Sie eine Minute, prüfen Sie das Guthaben und versuchen Sie einen kleineren Stapel. Die Grenzen steigen automatisch, sobald das Konto eine Historie hat.
- Der Schlüssel wird beim Speichern abgelehnt: Prüfen Sie auf ein beim Kopieren fehlendes Zeichen, ein führendes Leerzeichen oder einen ChatGPT-Login statt eines Plattform-Schlüssels. Ein API-Schlüssel beginnt mit sk- und ist nie Ihr Passwort.
- Schlüssel nach Monaten plötzlich ungültig: Der Schlüssel wurde auf OpenAI-Seite gelöscht oder erneuert. Legen Sie einen neuen an und tauschen Sie ihn unter Einstellungen, KI aus.
Ein Hinweis zur Sicherheit
Behandeln Sie den Schlüssel wie eine Bankkarte. Fügen Sie ihn nicht in E-Mails oder Chatnachrichten ein, legen Sie ihn nicht auf ein gemeinsames Laufwerk und erstellen Sie pro Installation einen eigenen Schlüssel, wenn mehrere Kollegen das Werkzeug nutzen. Haben Sie den Verdacht, dass ein Schlüssel nach außen gelangt ist, löschen Sie ihn unter https://platform.openai.com/api-keys und erzeugen einen neuen. Der alte funktioniert sofort nicht mehr, und Bildplattform braucht nur den neuen einmal eingefügt. Zusammen mit dem Ausgabenlimit ist der schlimmste Fall eines verlorenen Schlüssels eine gedeckelte Rechnung und zwei Minuten Arbeit.
Das ist die gesamte Einrichtung. Einmal zehn Minuten, ein Ausgabenlimit, an das Sie nie wieder denken müssen, und ab dann kostet jede Bearbeitung genau das, was der Anbieter berechnet, und keinen Cent mehr.