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Fotografie6 Min. Lesezeit

Drohnenfotos richtig bearbeiten

Eine Luftaufnahme beantwortet Fragen, die kein Innenraumfoto beantworten kann: Wie groß ist das Grundstück, was liegt drumherum, wie ist der Zuschnitt. Roh aus der Drohne sehen diese Bilder aber selten gut aus. Die richtige Nachbearbeitung macht den Unterschied.

Beispielbild folgt

Luftaufnahme mit schiefem Horizont und Dunst neben derselben Aufnahme, begradigt und entdunstet.

Drohnenfotos verkaufen die Lage, nicht nur das Haus. Sie zeigen den Garten in voller Größe, die Nähe zum Wald oder zum Wasser und den Charakter der Straße. Genau deshalb lohnt die Sorgfalt bei der Bearbeitung: Ein Luftbild ist oft das Foto, das im Exposé am längsten betrachtet wird. Direkt aus der Drohne kommen die Aufnahmen aber meist flau, leicht schief und farblich unentschieden.

Horizont zuerst

Der häufigste Fehler bei Luftaufnahmen ist der schiefe Horizont. Schon ein Grad Neigung fällt sofort auf und wirkt unprofessionell. Richten Sie den Horizont exakt waagerecht aus, bevor Sie irgendetwas anderes tun. Bei Aufnahmen von schräg oben achten Sie darauf, dass senkrechte Kanten wie Hauswände nicht unnatürlich kippen. Ein gerades Bild wirkt sofort ruhiger und teurer.

Farben und Kontrast anheben

Aus der Höhe legt sich oft ein leichter Dunstschleier über das Bild, der die Farben stumpf macht. Heben Sie den Kontrast an, holen Sie das Grün von Rasen und Bäumen zurück und geben Sie dem Bild etwas mehr Klarheit. Achten Sie darauf, es nicht zu übertreiben: Ein giftgrüner Rasen und ein knallblauer Himmel schreien nach Bearbeitung. Natürliche, satte Farben wirken glaubwürdiger und verkaufen besser.

Der Himmel als Fläche

Bei Luftaufnahmen nimmt der Himmel oft einen großen Teil des Bildes ein. Ein grauer, strukturloser Himmel zieht das ganze Foto herunter. Eine Belichtungs- und Farbkorrektur kann einem tristen Himmel wieder Zeichnung geben, ganz ohne den Himmel auszutauschen. Wenn Sie den Himmel tatsächlich generativ ersetzen, ist das ein neues Element im Bild und seit August 2026 in der EU kennzeichnungspflichtig. Für die meisten Exposés reicht die ehrliche Korrektur des vorhandenen Himmels völlig aus.

Schärfe und Details

Aus der Distanz und durch die Bewegung der Drohne verlieren Aufnahmen an Schärfe. Eine dezente Nachschärfung bringt Dachziegel, Pflasterfugen und Baumkronen zurück. Übertreiben Sie es nicht, sonst entsteht Bildrauschen und harte Kanten. Ziel ist ein knackiges, aber natürliches Bild, das auch als große Vorschau im Portal überzeugt.

Das Beispiel auf dieser Seite zeigt den Anspruch, den auch ein Luftbild erfüllen muss: gerade, klar und farblich stimmig, ohne dass etwas hinzugefügt wurde, das in der Realität nicht da ist. Verbessern Sie das Foto, verändern Sie nicht die Immobilie.